Die Kita Groß Luja stellt das Frühjahr unter das Motto "Wald und Klimaschutz". Mit kleinen und größeren Aktionen sollen die Minischlauberger und Schlauberger die Natur erkennen, erleben und erspüren lernen – kindgerecht, spielerisch, lustig, liebevoll. Kitaleiterin Martina Schuhmann hat dafür Revierförster und Waldpädagoge Sylvio Raschik eingeladen, mit dem sich alle auf ein Abenteuer in die Wälder Groß Lujas machten.

Silberblatt, Ahornblüten, und die wunderschöne Kirschblüten gaben eine farbenfrohe Ouvertüre der Erkundungsmission, bei der zunächst typische Pflanzenarten in ihrem Aussehen und Vorkommen erklärt wurden. Und da gab es auch schon die erste wichtige Info, die kein Kind früh genug lernen kann: Eiben sind giftig! Finger weg! Sylvio Raschik macht auch auf aktuelle Probleme im sensiblen Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur aufmerksam, wie beispielsweise die Zerstörung der Rinden durch Borkenkäfer und mit welchen Fallen dem entgegengewirkt wird. Nach einer Abbiegung bricht ein kleiner Tumult aus: Mathilda entdeckt eine Wolfsspur, da ist sie sicher, und einen Kothaufen, den alle eindeutig dem Isegrim zuordnen können. Auch hier liefert die selbst gemachte Entdeckung einen wunderbare Gelegenheit für Aufklärung über ein Tier, das in Märchen noch immer als angstmachendes Monster hochstilisiert wird.

Und wer denkt, so ein Waldspaziergang irgendwann langweilig wird, hat nur noch nicht den richtigen pädagogischen Ansatz gefunden: Die Kinder staunen Meter für Meter über Baumpilze, eine Baumformation, die so aussieht als würden sie sich küssen, einen Hochstand, Mooswiesen, Vogellaute, über den Ausschlag an der Hand nach dem Berühren einer Brennnessel (alles wieder gut!) – und kurioserweise auch einen Rucksack mit Tee und Cappuccino für ein kleines Picknick zur Stärkung. Na, ob der nicht vorsätzlich dort abgelegt wurde?

Die kleinen Entdecker bedankten Sylvio Raschik sich mit Schokolade und einer gebastelten Eule aus Bucheckern für einen rundum gelungenen, aufregenden Tag!

Fazit: Die Welt vor unserer Haustür kann unser größtes Abenteuer sein!

Waldtiere haben manchmal die Angewohnheit, sich nicht zu zeigen, wenn man sie denn unbedingt sehen will: Abhilfe schafften naturgetreue Nachbildung von Marderhund, Eichhörnchen, Biber, Marder und Rehbockhörnern.

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Eindeutig: Der Wolf war hier! Statt Angst zu schüren, nutzte der Waldpädagoge die Gelegenheit, um Verhaltensregeln bei der Begegnung mit einem Wolf zu erkären.

Picknick mit allen Sinnen: Naturerlebnisse fördern die kindliche Motorik und Wahrnehmung, stärken das Immunsystem und die Widerstandsfähigkeit gegenüber negativen Erlebnissen.