Unsere Vorschule im Lausitzer Haus des Lernens

Weitere Bilder finden Sie in unserer Galerie.

Die Zeit vergeht in Windeseile…und ehe man es sich versieht betrachten Sie Ihr Kind mit der Zuckertüte in der Hand an seinem ersten Schultag. Stolz ist man als Eltern in solch einem Moment und zugleich entfacht vielleicht ein wenig Wehmut, denn die Kindergartenzeit ist nun beendet und ein neuer wichtiger Lebensabschnitt steht bevor.

Nicht nur für die einstigen Kindergartenkinder ist alles neu, auch für die Eltern „weht nun ein etwas anderer Wind“. Die ehemals „Kleinen“ sind nun die „Großen“ – daran muss man sich erst einmal gewöhnen! Denn jetzt heißt es erst recht: „Morgens früh aufstehen!“, „Schulranzen packen!“ und „Hausaufgaben machen!“. Doch auch das „Still sitzen im Unterricht!“ und „Melde Dich, wenn Du was sagen möchtest!“ gehören ebenso dazu.

Doch bei allen großen und kleinen Herausforderungen, die schon darauf warten, bewältigt zu werden, sollte Schule aber immer noch Freude bringen, das Lernen sollte Spaß machen – stets begleitet von der kindlichen Neugierde für neue aufregende Erfahrungen.

Das Albert- Schweitzer- Familienwerk Brandenburg e.V. möchte Sie und Ihre Kinder auf diesem spannenden Weg begleiten und frühzeitig auf diesen bedeutenden Bildungsübergang vorbereiten:

…mit dem Vorschultag im „Lausitzer Haus des Lernens“

 

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Was ist der Vorschultag?

Der Vorschultag ist ein besonderes schulvorbereitendes Angebot der ASF- Grundschule „Lausitzer Haus des Lernens“. Bereits ein Jahr vor der Einschulung bietet der Vorschultag den Kindern die Möglichkeit, frühzeitig und langfristig an schulische Herausforderungen herangeführt und darauf vorbereitet zu werden. Befristet von Oktober/November eines Jahres bis Mai des Folgejahres wird der Vorschultag einmal wöchentlich von einem multiprofessionellem Team durchgeführt, welches die Kinder nicht nur bei vielseitigen Lernerfahrungen begleitet, sondern sich auch in der Verantwortung sieht, eine umfangreiche Entwicklungseinschätzung von jedem Kind vorzunehmen.

Was wird am Vorschultag genau gemacht?

Die Vorschulkinder besuchen am Vorschultag wie die „großen“ Schulkinder die Schule und haben so die Möglichkeit, Schul- und Lernstrukturen kennenzulernen. Hierzu nehmen die Vorschulkinder gemeinsam mit Kindern der 1. Klasse am Sport- und Klassenunterricht teil. Spaß und Freude am schulischen Unterricht sollte hierbei im Mittelpunkt stehen. Deshalb werden die Kinder vor allem spielerisch und den kindlichen Interessen entsprechend an die schulischen Herausforderungen herangeführt. Im Sportunterricht setzen die Fachkräfte daher neben spielerischen Elementen auf die Durchführung eines Stationsbetriebes, bei welchem sich die Kinder in kleinen Gruppen an verschiedenen sportlichen Betätigungen (wie z.B. Stangen klettern, Seilspringen, Ball- und Zielwerfen) ausprobieren können. Der Klassenunterricht wird meist in Form eines Werkstattunterrichtes durchgeführt, der inhaltlich an aktuellen Themen orientiert ist (wie z.B. Jahreszeiten, Märchen, Verhalten im Straßenverkehr). Zu den einzelnen Themen basteln und singen die Kinder gemeinsam und erproben mittels verschiedener Arbeitsblätter erste Schreib- und Rechenfähigkeiten. Im Rahmen des Klassenunterrichtes erstellen die Kinder auf diese Weise im Verlauf der gesamten Vorschulzeit eine umfangreiche Arbeitsmappe, in der ihre Erarbeitungen festgehalten werden und somit auch für die Eltern sichtbar sind.

Wie funktioniert unser Vorschultag?

Die Vorschulkinder lernen gemeinsam mit den Jungen und Mädchen der 1. Klasse. Hierzu werden die Schüler der 1. Klasse und die teilnehmenden Vorschulkinder aus den Kindertagesstätten in einer Weise geteilt, dass zwei Gruppen entstehen. Diese zwei Gruppen, jeweils bestehend aus Schulkindern und Vorschulkindern, nehmen im wechselseitigen 14tägigen Rhythmus am Sport- und Klassenunterricht teil. Infolge der Gruppenaufteilung wird somit jedem Vorschulkind ein Kind der 1. Klasse an die Hand gegeben. Diese Lernpatenschaft hilft dem Vorschulkind, sich im Kennenlernen der schulischen Lernstrukturen von Beginn an zurechtzufinden. Unser Vorschultag findet immer dienstags statt. Die Vorschulkinder werden in der Zeit von 7.00 Uhr bis 7.30 Uhr von ihren Eltern in die Schule gebracht. Hierzu bringen sie Federtasche, Sportsachen und Frühstück mit. Nach einer kurzen gemeinsamen, meist musikalischen Einstimmung auf den Vorschultag, widmen sich die zwei Gruppen für ca. 1 Stunde dem schulischen Unterricht. Während eine Gruppe, begleitet durch einen Sportlehrer, einen Beobachter und einen Helfer, den Sportunterricht besucht, widmet sich die andere Gruppe, ebenfalls begleitet von einem Beobachter und einem Helfer, dem Klassenunterricht bei einer Lehrkraft. Im Anschluss an den Unterricht finden sich ab 9.00 Uhr alle Kinder im Speisesaal zusammen und nehmen gemeinsam ihr Frühstück ein. Während sich nachfolgend die Kinder der 1. Klasse wieder ihrem regulären Unterricht zuwenden, werden die Vorschulkinder durch Fachkräfte des ASF in ihre Kindertagesstätten zurückgebracht.

Was ist mit Entwicklungseinschätzung gemeint?

Neben pädagogisch- fundierten, sozialen und präventiven Aufgaben erfüllt die gemeinsame "Unterrichtung" von Vorschul- und Schulkindern auch eine bedeutsame pädagogisch diagnostische Funktion. Dabei handelt es sich um eine lernbegleitende Beobachtung mit förderdiagnostischer Ausrichtung. Diese wird durch sogenannte Beobachter abgesichert. Eine staatlich anerkannte Erzieherin und eine Reha.- Psychologin begleiten die Vorschulgruppen und nehmen über die gesamte Vorschulzeit kontinuierlich eine Entwicklungseinschätzung jedes Vorschulkindes vor. Ziel ist es, den aktuellen Entwicklungsstand der Vorschulkinder mit Blick auf einen möglichst erfolgreichen Start in die Schule einzuschätzen. Entwicklungsfortschritte, Besonderheiten des Lernens, Förderbedarf und gegebenenfalls Auffälligkeiten oder Störungen bei den Jungen und Mädchen sollen durch das Beobachterteam zum konkreten Konzept der Schule und den damit verbundenen Möglichkeiten und Ressourcen in Beziehung gesetzt werden. Die sich daraus ergebende Einschätzung mit Empfehlungen für die weitere Förderung der Kinder in der Vorschule, in der Familie und in der Kita fließen in das Gespräch ein, das Lehrkräfte und Erzieherinnen mit den Eltern zum "Übergang in die Schule" führen.

Dabei gehen wir davon aus, dass in der Regel alle Vorschulkinder für einen Besuch im "Lausitzer Haus des Lernens" mit seinem differenzierten Lernangebot in Frage kommen. Sollten die Lern- und Verhaltensbesonderheiten und der damit verbundene spezifische Förderbedarf die pädagogischen Möglichkeiten der Schule überschreiten, wird den Eltern auf der Grundlage der Beobachtungsergebnisse eine entsprechende Empfehlung für den Besuch anderer Grundschulen gegeben ( z.B. Grundschulen mit flexibler Eingangsphase, mit spezifischen sonderpädagogischen Angeboten usw.).

In Anlehnung an allgemein akzeptierte Kriterien der Schulfähigkeit untersuchen die beobachtenden Fachkräfte anhand der nachstehenden Checkliste Fragen zu Bedingungen für einen erfolgreichen Schulstart.

Wer gestaltet den Vorschultag?

Der Vorschultag im „Lausitzer Haus des Lernens“ wird gestaltet durch ein multiprofessionelles Team aus Lehrkräften, Erziehern sowie einer Rehabiliationspsychologin:

Fr. Gisela Heine: Lehrerin, Verantwortliche für die Organisation des Vorschultags

Fr. Ute Schenk: Lehrerin, Verantwortliche für den Sportunterricht am Vorschultag

Fr. Bärbel Grosser: staatl. anerkannte Erzieherin, Kinderbetreuung und Spielangebote

Fr. Fanny Miethe: M.Sc. Reha.- Psychologin, Beobachterin und Fahrbegleiterin

Kontakt

Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V.
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